… für das Migrationsrecht

(1) Allgemeines
Die studentische Rechtsberatung setzt eine vorherige regelmäßige Teilnahme am Studienprogramm der Law Clinic Augsburg voraus. Das Studienprogramm beginnt in der Regel in den letzten Aprilwochen. Das Studienprogramm besteht aus einer zweisemestrigen Ausbildung und regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen.
(2) Veranstaltungen
Das Studienprogramm setzt sich aus Pflichtvorlesungen, wahlweise zu besuchenden Workshops, wahlweise zu besuchenden Einzelvorträgen, verschiedenen, teilweise verpflichtenden, Exkursionen, praktischen Arbeiten sowie Fortbildungsveranstaltungen zusammen.

  1. Pflichtvorlesungen
    (zu besuchen im 1. Ausbildungssemester)
    1. Ausländer- und Asylrecht, Umfang 20 Vorlesungsstunden,
    2. Einführung in das Verwaltungsrecht und Asylverfahrensrecht, Umfang 4 Vorlesungsstunden.
    3. Grundlagen der studentischen Rechtsberatung, Umfang 2 Vorlesungsstunden.
  2. Workshops
    (im 1. Ausbildungssemester sind 2 von 3 und im 2. Ausbildungssemester 5 von 7 zu besuchen):
    1. Soft-Skill-Workshops:

      Vier Workshops zum Erwerb sog. „Softskills“, Umfang jeweils 2 Vorlesungsstunden (z.B. Anwaltliche Beratung, Zusammenarbeit mit Dolmetschern).

    2. Workshops “Studenten für Studenten”:

      Sechs Workshops, Umfang jeweils 2 Vorlesungsstunden, u.a. zu den Inhalten der einzelnen Europäischen Richtlinien und der Europäischen Verordnungen und zur Umsetzung der europäischen Rechtsakte ins deutsche Recht bzw. zu deutschem Ausländer- und Asylrecht.

  3. Praxistag
    (zu besuchen im 1. und 2. Ausbildungssemester und in jedem weiteren Semester der praktischen Tätigkeit):

    Einführung und Fortbildung in die Beratertätigkeit, Umfang 8 Vorlesungsstunden.

  4. Vortragsprogramm
    (zu besuchen im 1. und 2. Ausbildungssemester und in jedem weiteren Semester der praktischen Tätigkeit):

    Es werden mehrere Vorträge zu relevanten Themen mit Bezug zum Ausländer- und Asylrecht (oder Mietrecht) angeboten. Jede/r Projekteilnehmer*in muss während des ersten und zweiten Semesters und jedes weiteren Semesters ihrer/seiner praktischen Tätigkeit jeweils zwei Vorträge ihrer/seiner Wahl besuchen.

  5. Fortbildungsveranstaltung
    (zu besuchen im 2. Ausbildungssemester und in jedem weiteren Semester der praktischen Tätigkeit nach der Ausbildung):

    Vertiefungsveranstaltung zum Ausländer- und Asylrecht, Umfang 8 Vorlesungsstunden, u.a. zu den gesetzlichen Neuerungen und aktuellen Entwicklungen.

  6. Exkursionen
    1. Verpflichtend sind mindestens vier Aufenthalte beim Verwaltungsgericht Augsburg. Jede/r Projektteilnehmer*in muss über einen der Besuche einen zusammenfassenden Bericht verfassen,
    2. Wechselnde Exkursionen zu verschiedenen Institutionen (z.B. BAMF, UNHCR oder ähnlichen).
  7. Praktische Arbeiten
    (im 1. und/oder 2. Ausbildungssemester)
    1. Jede/r Teilnehmer*in muss an mindestens drei Beratungssprechstunden teilnehmen und entweder
    2. einen Workshop Studenten für Studenten vorbereiten und halten oder
    3. eine Recherche/ein Gutachten bearbeiten oder
    4. eine Präsentation halten.
    5.  
(3) Anwesenheit

Die Anwesenheit der Teilnehmer*innen bei den Veranstaltungen wird überprüft. Dies geschieht in der Regel durch Unterschrift in einer Anwesenheitsliste. Die Abwesenheit bei einer Veranstaltung hat je nach Veranstaltung unterschiedliche Konsequenzen für den weiteren Verlauf der Ausbildung und die praktische Tätigkeit der Teilnehmer*innen:

  1. Die Pflichtvorlesung „Ausländer- und Asylrecht“ (siehe oben (2) 1. a)) muss vollständig besucht werden. Bei Abwesenheit bei einem oder mehreren der Termine kann weder eine gutachterliche noch eine praktische Tätigkeit aufgenommen werden. Das in dieser Pflichtvorlesung vermittelte Wissen bildet die Grundlage für die Ausbildung der Teilnehmer*innen und die Qualitätssicherung der gutachterlichen und praktischen Tätigkeit (vgl. § 6 (2) RDG). Ein Fehlen kann auch nicht durch Krankheit oder eine Klausur o.Ä. entschuldigt werden. Der/die Teilnehmer*in darf am Studienprogramm weiter teilnehmen, allerdings weder gutachterlich noch praktisch tätig werden. Er/sie kann die Pflichtvorlesung „Ausländer- und Asylrecht“ allerdings erst im folgenden Jahr nachholen. Dabei müssen aufgrund der regelmäßigen Neuerungen in diesem Themenbereich erneut alle Termine der Pflichtvorlesung „Ausländer- und Asylrecht“ besucht werden, auch wenn ursprünglich nur ein Termin nicht besucht wurde. Der/die Teilnehmer*in erhält das Zertifikat (siehe unten (4)) auch erst nach diesem Besuch der Pflichtvorlesung „Ausländer- und Asylrecht“.
  2. Die Pflichtvorlesungen „Grundlagen der studentischen Rechtsberatung“ und „Einführung in das Verwaltungsrecht und Asylverfahrensrecht“ (siehe oben (2) 1. b)-c)) müssen von allen Teilnehmer*innen besucht werden, unabhängig von ihrem Studiengang, der Semesterzahl oder dem Ablegen einer Klausur, Hausarbeit o.Ä. in dem jeweiligen Themengebiet. Die Teilnehmer*innen können sich für maximal einen Termin (von 3) wegen Krankheit oder einer nicht planbaren Kollision mit einer Klausur entschuldigen. Im Krankheitsfall ist selbstständig ein ärztliches Attest vorzulegen, im Falle einer kollidierenden Klausur ein entsprechender Nachweis. Sollte der/die Teilnehmer*in nicht selbstständig einen Nachweis erbringen oder bei mehr als einer Veranstaltung fehlen, darf er/sie am Studienprogramm weiter teilnehmen, aber weder gutachterlich noch praktisch tätig werden. Er/sie kann fehlende oder nicht entschuldigte Vorlesungen erst im folgenden Jahr nachholen und erhält auch das Zertifikat (siehe unten (4)) erst danach.
  3. Die Teilnehmer*innen müssen im 1. Ausbildungssemester 2 von 3 und im 2. Ausbildungssemester 5 von 7 der Studenten für Studenten-/Soft-Skill-Workshops (siehe oben (2) 2.) besuchen. Die Teilnehmer*innen können sich pro Ausbildungssemester für maximal einen Termin wegen Krankheit oder einer nicht planbaren Kollision mit einer Klausur entschuldigen, sofern im jeweiligen Ausbildungssemester keine Möglichkeit mehr besteht, einen anderen Workshop zu besuchen. Im Krankheitsfall ist selbstständig ein ärztliches Attest vorzulegen, im Falle einer kollidierenden Klausur ein entsprechender Nachweis. Er/sie kann fehlende oder nicht entschuldigte Workshops aus dem 1. Ausbildungssemester im 2. Ausbildungssemester nachholen. Insgesamt müssen somit 7 von 10 Workshops besucht werden. Der/die Teilnehmer*in erhält das Zertifikat (siehe unten (4)) erst danach.
  4. Die Teilnehmer*innen müssen im 1. und 2. Ausbildungssemester insgesamt mindestens einen Praxistag besuchen. In jedem weiteren Semester ihrer praktischen Tätigkeit sollen sie am Praxistag teilnehmen. Die Teilnehmer*innen können sich wegen Krankheit oder einer nicht planbaren Kollision mit einer Klausur entschuldigen. Im Krankheitsfall ist selbstständig ein ärztliches Attest vorzulegen, im Falle einer kollidierenden Klausur ein entsprechender Nachweis. Er/sie kann einen fehlenden oder nicht entschuldigten Praxistag im folgenden Semester nachholen. Der/die Teilnehmer*in erhält das Zertifikat (siehe unten (4)) erst danach.
  5. Die Teilnehmer*innen müssen (auch nach Abschluss der zweisemestrigen Ausbildung) jedes Semester 2 Vorträge (siehe oben (2) 4.) besuchen. Aufgrund der Anzahl der Termine, die zur Auswahl stehen, wird ein Fehlen nicht entschuldigt. Sollte der/die Teilnehmer*in im 1. oder 2. Ausbildungssemester nur einen oder keinen Vortrag besucht haben, darf er/sie am Studienprogramm weiter teilnehmen. Er/sie muss den fehlenden Vortrag bzw. die fehlenden Vorträge im folgenden Semester zusätzlich (zu den 2 verpflichtenden) besuchen. Der/die Teilnehmer*in erhält das Zertifikat (siehe unten (4)) erst danach.
  6. Nach dem Abschluss der zweisemestrigen Ausbildung müssen die Teilnehmer*innen in jedem weiteren Semester ihrer praktischen Tätigkeit eine Fortbildungsveranstaltung zum Ausländer- und Asylrecht (siehe oben (2) 5.) besuchen. Das in dieser Veranstaltung vermittelte Wissen zu gesetzlichen Neuerungen und aktuellen Entwicklungen in dieser Thematik dient der fortlaufenden Qualitätssicherung der gutachterlichen und praktischen Tätigkeit (vgl. § 6 (2) RDG). Ein Fehlen kann auch nicht durch Krankheit oder eine Klausur o.Ä. entschuldigt werden.
  7. Die Teilnehmer*innen müssen mindestens vier Termine beim Verwaltungsgericht Augsburg wahrnehmen (siehe oben (2) 6.a)). Sollte dies nicht vollständig bei den von der Law Clinic Augsburg organisierten Besuchen möglich sein, kann der/die Teilnehmer*in selbstständig an einer thematisch passenden Verhandlung teilnehmen und einen entsprechenden Nachweis (z.B. Bestätigung des Richters) einreichen. Der Bericht über den Gerichtsbesuch muss dabei aber, zur Vergleichbarkeit, über eine Verhandlung geschrieben werden, an der auch andere Teilnehmer*innen der Law Clinic Augsburg anwesend waren.
(4) Zertifikate
Nach erfolgreichem Abschluss des zweisemestrigen Studienprogramms der Law Clinic Augsburg erhalten die Studierenden ein Zertifikat, in dem die besuchten Veranstaltungen und Exkursionen aufgeführt sind. Das Zertifikat wird vom Direktor der Law Clinic Augsburg unterzeichnet.

… für das Mietrecht

(1) Allgemeines
Die studentische Rechtsberatung im Bereich Mietrecht setzt eine vorherige regelmäßige Teilnahme am Studienprogramm Mietrecht der Law Clinic Augsburg voraus. Das Studienprogramm Mietrecht beginnt in der Regel in den letzten Oktoberwochen [Oktober- und Aprilwochen (wenn jedes Semester Ausbildung)]. Das Studienprogramm Mietrecht besteht aus einer einsemestrigen Ausbildung und regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen.
(2) Veranstaltungen
Das Studienprogramm Mietrecht setzt sich aus Pflichtvorlesungen, wahlweise zu besuchenden Workshops, wahlweise zu besuchenden Einzelvorträgen, praktischen Arbeiten sowie Fortbildungsveranstaltungen zusammen.

1. Pflichtvorlesungen
a. Mietrecht, Umfang 4 Vorlesungsstunden,
b. Zivilprozessrecht, Umfang 4 Vorlesungsstunden,
2. Soft-Skill-Workshops
(Es sind 2 von 3 zu besuchen)
3. Praktiker-Reihe
(Es sind 3 von 4 zu besuchen)
4. Vortragsprogramm
(zu besuchen im Ausbildungssemester und in jedem weiteren Semester der praktischen Tätigkeit)
5. Fortbildungsveranstaltung
(zu besuchen in jedem weiteren Semester der praktischen Tätigkeit nach der Ausbildung)
6. Praktische Arbeiten
(im Anschluss an das Ausbildungssemester)
a. Jeder Teilnehmer muss an mindestens drei Beratungssprechstunden teilnehmen und
b. eine Recherche/ein Gutachten/einen Schriftsatz bearbeiten.

(3) Anwesenheit
Die Anwesenheit der Teilnehmer bei den Veranstaltungen wird überprüft. Dies geschieht in der Regel durch Unterschrift in einer Anwesenheitsliste. Die Abwesenheit bei einer Veranstaltung hat je nach Veranstaltung unterschiedliche Konsequenzen für den weiteren Verlauf der Ausbildung und die praktische Tätigkeit der Teilnehmer

  1. Die Pflichtvorlesungen im Miet- und Zivilprozessrecht (siehe oben (2) 1. a) und b)) müssen vollständig besucht werden. Bei Abwesenheit bei beiden oder einer der Vorlesungen kann weder eine gutachterliche noch eine praktische Tätigkeit aufgenommen werden. Das in diesen Pflichtvorlesungen vermittelte Wissen bildet die Grundlage für die Ausbildung der Teilnehmer und die Qualitätssicherung der gutachterlichen und praktischen Tätigkeit (vgl. § 6 (2) RDG). Ein Fehlen kann auch nicht durch Krankheit oder eine Klausur oder Ähnliches entschuldigt werden. Der Teilnehmer darf am Studienprogramm Mietrecht weiter teilnehmen, allerdings weder gutachterlich noch praktisch tätig werden. Er kann die Pflichtvorlesungen „Miet- und Zivilprozessrecht“ allerdings erst im folgenden Jahr [oder Semester] nachholen. Dabei müssen erneut alle Termine der Pflichtvorlesungen besucht werden, auch wenn ursprünglich nur ein Termin nicht besucht wurde. Der Teilnehmer erhält das Zertifikat (siehe unten (4)) auch erst nach diesem Besuch der Pflichtvorlesungen.
  2. Der Besuch von 2 von 3 Soft-Skill-Workshops ist Grundlage für sämtliche praktischen Tätigkeiten. Die Teilnehmer können sich für maximal einen Termin (von 2 verpflichtenden) wegen Krankheit oder einer nicht planbaren Kollision mit einer Klausur entschuldigen, sofern keine Möglichkeit mehr besteht, einen anderen Soft-Skill-Workshop zu besuchen. Im Krankheitsfall ist selbstständig ein ärztliches Attest vorzulegen, im Falle einer kollidierenden Klausur ein entsprechender Nachweis. Sollte der Teilnehmer nicht selbstständig einen Nachweis erbringen oder bei mehr als einer Veranstaltung fehlen, darf er am Studienprogramm Mietrecht weiter teilnehmen, aber nicht praktisch tätig werden. Er kann fehlende oder nicht entschuldigte Soft-Skill-Workshops erst im folgenden Jahr [oder Semester] nachholen und erhält auch das Zertifikat (siehe unten (4)) erst danach. Ein Fehlen bei dem Soft-Skill-Workshop zum Thema „Schriftsätze“ hat zur Folge, dass der Teilnehmer keine außergerichtlichen Schriftsätze für die Mandanten verfassen darf.
  3. Die Teilnehmer müssen 3 von 4 Veranstaltungen der „Praktiker-Reihe“ besuchen. Die Teilnehmer können sich für maximal einen Termin (von 3 verpflichtenden) wegen Krankheit oder einer nicht planbaren Kollision mit einer Klausur entschuldigen, sofern keine Möglichkeit mehr besteht, eine andere Veranstaltung der „Praktiker-Reihe“ zu besuchen. Im Krankheitsfall ist selbstständig ein ärztliches Attest vorzulegen, im Falle einer kollidierenden Klausur ein entsprechender Nachweis. Sollte der Teilnehmer nicht selbstständig einen Nachweis erbringen oder bei mehr als einer Veranstaltung fehlen, darf er am Studienprogramm Mietrecht weiter teilnehmen, aber nicht praktisch tätig werden. Der Teilnehmer kann fehlende oder nicht entschuldigte Veranstaltungen der „Praktiker-Reihe“ erst im folgenden Jahr [oder Semester] nachholen und erhält auch das Zertifikat (siehe unten (4)) erst danach.
  1. Die Teilnehmer müssen (auch nach Abschluss der Ausbildung) jedes Semester 2 Vorträge besuchen. Aufgrund der Anzahl der Termine, die zur Auswahl stehen, wird ein Fehlen nicht entschuldigt. Sollte der Teilnehmer nur einen oder keinen Vortrag besucht haben, darf er am Studienprogramm Mietrecht weiter teilnehmen. Der Teilnehmer muss die verpassten Vorträge jedoch durch eine, durch den Direktor oder die Beraterteamleitung Mietrecht zu bestimmende, Leistung ersetzen. Der Teilnehmer erhält das Zertifikat (siehe unten (4)) erst danach.
  2. Nach dem Abschluss der Ausbildung müssen die Teilnehmer in jedem weiteren Semester ihrer praktischen Tätigkeit eine Vertiefungsveranstaltung zum Mietrecht besuchen. Das in dieser Veranstaltung vermittelte Wissen zu gesetzlichen Neuerungen und aktuellen Entwicklungen in dieser Thematik dient der fortlaufenden Qualitätssicherung der gutachterlichen und praktischen Tätigkeit (vgl. § 6 (2) RDG). Ein Fehlen kann auch nicht durch Krankheit oder eine Klausur o.Ä. entschuldigt werden.
(4) Zertifikate
Nach erfolgreichem Abschluss des Studienprogramms Mietrecht der Law Clinic Augsburg erhalten die Studierenden ein Zertifikat, in dem die besuchten Veranstaltungen und praktischen Tätigkeiten aufgezählt sind. Das Zertifikat wird vom Direktor der Law Clinic Augsburg unterzeichnet. Das Zertifikat berechtigt im Rahmen der praktischen Tätigkeiten der Law Clinic Augsburg zur direkten Beratung im Bereich Mietrecht.